Cachify vs. W3 Total Cache vs. no caching
Apache Bench WordPress Caching

Cachify vs. W3 Total Cache vs. no caching

Ein Post von heute auf Google+ https://plus.google.com/u/0/+SergejMüller/posts/DMhE1DJfFAM | Sergej Müller testet welche der Caching Methoden seines Plugins Cachify auf einem speziellen Server am effektivsten ist. Das lief mir gerade gut rein. Ich hatte eine Anfrage von jemandem, der gerade seine Internetaktivitäten herunter schraubt (Ja, so etwas gibt es auch. Prioritäten setzen halt.).

Eine größere geschäftliche Webpräsenz sollte, um das Forum und die Downloadsektion erleichtert, von einem Dedicated Server auf ein Webhostingpaket bei all-inkl.com umgezogen werden. Der Umzug ging schnell von der Hand, aber es war schon klar, dass ein Caching Plugin ran musste. Warum zeigt folgendes Ergebnis: (Ich habe jetzt auch mal ApacheBench mit den Einstellungen aus Sergejs Post genommen: „ab -n 1000 -c 50 url/“)

**Website ohne Caching**

Concurrency Level: 50
Time taken for tests: 280.461 seconds
Complete requests: 1000
Failed requests: 0
Write errors: 0
Total transferred: 20018000 bytes
HTML transferred: 19722000 bytes
Requests per second: 3.57 [#/sec] (mean)
Time per request: 14023.069 [ms] (mean)
Time per request: 280.461 [ms] (mean, across all concurrent requests)
Transfer rate: 69.70 [Kbytes/sec] received

Das ist jetzt nicht so berühmt.

Ich setzte je nach Server- oder Hostingumgebung zwei WordPress Caching Plugins ein: Cachify oder W3 Total Cache – für 80 % der Anwendungsfälle ist dabei Cachify meine erste Wahl.

Hier mal die Werte mit W3 Total Cache:

**Website mit W3 Total Cache**

Concurrency Level: 50
Time taken for tests: 5.340 seconds
Complete requests: 1000
Failed requests: 0
Write errors: 0
Total transferred: 20475000 bytes
HTML transferred: 20074000 bytes
Requests per second: 187.25 [#/sec] (mean)
Time per request: 267.024 [ms] (mean)
Time per request: 5.340 [ms] (mean, across all concurrent requests)
Transfer rate: 3744.07 [Kbytes/sec] received

Deutlicher Unterschied, oder? So, und jetzt Cachify:

**Website mit Cachify**

Concurrency Level: 50
Time taken for tests: 2.476 seconds
Complete requests: 1000
Failed requests: 0
Write errors: 0
Total transferred: 20057000 bytes
HTML transferred: 19792000 bytes
Requests per second: 403.87 [#/sec] (mean)
Time per request: 123.801 [ms] (mean)
Time per request: 2.476 [ms] (mean, across all concurrent requests)
Transfer rate: 7910.66 [Kbytes/sec] received

Und der Sieger ist: Cachify!

Keine Konfigurationsorgien, das Plugin heruntergeladen und aktiviert, ein paar Zeilen händisch in die .htaccess eingefügt (vor die von WordPress erzeugten Einträge), das war es. Na, wer wollte schon mal während der Konfiguration von W3 Total Cache spontan den Beruf wechseln und etwas mit Holz oder Blumen machen?

 

Fazit:

Wenn etwas gut ist, soll es auch weiterempfohlen werden, was ich hiermit ausdrücklich tue. Also, wer das Plugin noch nicht kennt, hier geht es weiter: http://playground.ebiene.de/cachify-wordpress-cache/ Baut auch die zusätzlichen .htaccess Einträge von hier ein. Die „“access plus 0 seconds“ noch zu „access plus 1 hour“ ändern. Fertig!

[edit 24.01.2014]

So sieht es mit den Antwortzeiten der Website aktuell aus: (Zur Erinnerung, die Seite lief vorher mit W3TC auf einem eigenen Server, nach dem Umzug, um einige Komponenten erleichtert, mit Cachify auf einem Webhostingpaket.)

Apache Bench WordPress Caching
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Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Ich habe eine ganze Zeit lang das W3Total Cache für meine Blogs genutzt und erst seit kurzem auf Cachify umgestellt. Die Ergebnisse sind bei mir identisch. Jedoch hat Cachify den Vorteil einfacher gestrickt zu sein. Ich bin jedenfalls recht zufrieden…

  2. Ich habe mich jetzt auch für Cachify entschieden, die Einstellungen für W3 Total Cache sind ja der Wahnsinn. Damit oder mit inkompatiblen Plugins habe ich meine Seite zerschossen. Und Cachify hat direkt eine super Performance gebracht.

  3. Cachify macht schon einen richtig guten Job. Auf dem Screenshot ist links die Kombination Cachify + CDN-Linker + BWP Minify aktiv (für die ganz schweren Fälle) und rechts W3 Total Cache. An der Website wurde nichts geändert. Man merkt zwar im Betrieb keinen Unterschied, aber es stellt sich auf dem Papier schon deutlich anders dar. W3 läßt sich da bestimmt noch optimieren (Cache-Neuerstellung, Minify Optionen) aber mir zieht es jedesmal den Stecker, wenn ich da ran muss…

  4. Habt ihr mal die Unterschiede zwischen Pagespeed.de und PageSpeed Insights von Google verglichen? Während ich für meine Seite bei Einsatz des W3 Total Cache auf Pagespeed.de einen Wert von 89/100 und bei Google einen Wert von 88/100 (Desktop) erreiche, ist es bei Einsatz von Cachify völlig extrem: Hier zeigt mir Pagespeed.de einen Wert von 97/100 an, Google nur 71/100. Was könnte den riesigen Unterschied machen?

    1. Das ist eine gute Frage 🙂
      Check die Seite mal mit beiden Plugins mit http://gtmetrix.com/ (Timeline) oder http://www.webpagetest.org/ (Details) . Meinetwegen auch mit http://tools.pingdom.com/fpt/ (Waterfall) – die bieten alle eine vernünftige Auswertung der Daten an. Da kannst du sehen wie viele Requests es gab, welche Datenmengen in welcher Zeit übertragen wurden und wo es Verzögerungen gibt. So kommst Du den Unterschieden zwischen den Plugins (in deiner speziellen Konfiguration) auf die Spur. Ist zwar recht zeitintensiv, aber so durchschaust Du deine Seite und die Wirkungsweise der Plugins am besten.
      Das Google Tool und pagespeed.de nutze ich nicht. Ich brauche konkrete Messergebnisse und keine Interpretation auf Basis irgendwelcher nicht transparenten Algorithmen. Solange bei dem Ergebnis irgendwas ab 80 angezeigt wird, merkt in der freien Wildbahn eh keiner mehr einen Unterschied.

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